Mit dem Bessel-Preis nach Würzburg


Der international bekannte Regelungstechniker Prof. Dr. Dusan Stipanovic wurde gerade für den renommierten Bessel-Preis der Alexander-von-Humboldt-Stiftung ausgewählt. Prof. Stipanovic von der University of Illinois in Urbana-Champaign wird nun sein Preisgeld einsetzen, um in Würzburg über kooperierende Roboter und Satelliten in den kommenden 3 Jahren zu forschen.

Für den Friedrich-Wilhelm-Bessel-Forschungspreis können in ihrem Fachgebiet international anerkannte jüngere Wissenschaftler aus dem Ausland nominiert werden. Von ihnen wird erwartet, dass sie zukünftig durch weitere wissenschaftliche Spitzenleistungen ihr Fachgebiet auch über das engere Arbeitsgebiet hinaus nachhaltig prägen.

Während theoretische Grundlagen gemeinsam mit Professor Schilling und Kollegen der Fakultät für Mathematik und Informatik ab Juni 2017 an der Universität erarbeitet werden, sollen die besonders interessanten experimentellen Arbeiten in konkreten Anwendungen an der weltweit führenden Dynamik-Simulationsanlage am Forschungsinstitut Zentrum für Telematik durchgeführt werden. Insbesondere die Satellitennetze für kostengünstige, weltweite Telekommunikationszwecke bieten hier sehr vielversprechende kommerzielle Einsatzmöglichkeiten.

Mit „globalem Internet aus dem Weltall“ soll hier eine kostengünstige und sichere Verbindung auch in entlegene Gebiete der Welt ermöglicht werden. Zu diesem Zweck wurde bereits 2005 der erste deutsche Pico-Satellit UWE-1 von Würzburg ins Weltall geschickt und legte für diese spannende Entwicklung wichtige Grundlagen. Das Zentrum für Telematik fertigt momentan sieben Kleinst-Satelliten, die als vernetzte kooperierende Systeme neue Formen der Zusammenarbeit praktizieren sollen und so spannendes Einsatzpotenzial bieten.

Darüber hinaus werden aber auch die Roboter-Fahrzeuge des Zentrums für Telematik lernen, mit den Methoden von Prof. Stipanovic noch besser zu kooperieren. Diese mobilen Roboter werden in laufenden Projekten beispielsweise für Rettungseinsätze bei Katastrophen eingesetzt. Diese Techniken werden aber auch die Fähigkeiten zu sicherem autonomen Fahren auf unseren Straßen weiter unterstützen.

Weitere Informationen zu Prof. Stipanovich finden Sie unter: www7.informatik.uni-wuerzburg.de/gastprofessoren/dr_dusan_stipanovic/

Zusätzliche Fragen beantwortet: Prof. Dr. Klaus Schilling, Informatik VII: Robotik und Telematik, Am Hubland, 97074 Würzburg, Tel. 0931-318 6647 e-mail schi@informatik.uni-wuerzburg.de 

28.04.2017, 16:36 Uhr