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    Institut für Informatik

    3D-Druck: Fernziel Körperteile

    13.11.2020

    Der Sonderforschungsförderpreis des Unibundes der Universität Würzburg, verliehen durch die „Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp“, geht an das Forschungsprojekt „3D-Druck mit 6 Freiheitsgraden für medizinische und technische Anwendungen“. Die zwei Forscher der Universität Würzburg, Professor Dr. Paul Dalton (Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde) und Prof. Dr. Andreas Nüchter (Lehrstuhl Informatik VII – Robotik und Telematik) arbeiten interdisziplinär an diesem Projekt, das medizinische mit technischen Kompetenzen verknüpft.

    Foto (v. li.): Dr. Gunther Schunk (Vogel Stiftung) mit Prof. Dr. Paul Dalton und Prof. Dr. Andreas Nüchter (beide Uni Würzburg) (Bild: J. Untch / Vogel Communications Group GmbH & Co. KG)

    Dieser Sonderpreis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde anlässlich des besonderen Forschungsprojekts speziell im Röntgenjahr vergeben. Denn: 2020 begeht die Universität Würzburg das 125jährige Jubiläum der Entdeckung der Röntgenstrahlen. Anlässlich dieser fundamentalen Wissenschaftsleistung, die unzählbare Forschungen nach sich zog, beschloss der Stiftungsrat der Vogel Stiftung, einen Sonderpreis auszuloben.

    Filament-3D-Druck ist mittlerweile eine etablierte Technologie. Doch in diesem Projekt führen die beiden Forscher mit ihren Teams eine Weiterentwicklung hiervon speziell für den Gewebedruck zusammen mit einem Roboterarm, um auch runde und anders uneben Flächen zu bedrucken. Das langfristige Ziel ist die Fähigkeit, körperliche „Ersatzteile“ für den Menschen zu drucken, auch in Richtung Organe. Mit der anvisierten 5D-Technik ist es vorstellbar, auf halbkugel- oder zylinderförmigen Oberflächen Gerüste zu drucken, an die menschlichen Zellen anwachsen können, um Gewebe nachzustellen oder zu regenerieren.

    „Die beiden Teams verbinden ihre Kompetenzen für eine neue Technik, die konkret dem Menschen helfen wird und viele Folgeanwendungen nach sich ziehen wird, ganz so wie damals, als die Entdeckung der Röntgenstrahlen wie eine Initialzündung gewirkt hat“ begründet Dr. Gunther Schunk, Vorstandsvorsitzender der Vogel Stiftung, die Entscheidung für den Sonderpreis im Röntgenjubiläumsjahr.

     

    Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp wurde 2000 von dem Würzburger Verleger Dr. Kurt Eckernkamp und seiner Frau Nina Eckernkamp-Vogel gegründet. Die Stiftung fokussiert in ihrer Förderung auf vier Felder: Bildung, Wissenschaft, Medizin/Gesundheitswesen und Kultur. Die Stiftung hat ihren Sitz in Würzburg und feiert 2020 ihr 20jähriges Jubiläum. Der Forschungsförderpreis ist einer der am höchsten dotierten privaten Forschungspreise im deutschsprachigen Raum.

    Weitere Informationen unter www.vogel-stiftung.de.

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