RISC-V-Prozessor der Universität Würzburg erfolgreich im Weltall
23.02.2026Eine von Studierenden der JMU Würzburg im Rahmen der TinyTapeout Intitiative entwickelte RISC-V-CPU wurde an Bord einer SpaceX Rakete erfolgreich im Weltall aktiviert und getestet.
Studierende der Julius-Maximilians-Universität Würzburg haben eine RISC-V-CPU auf Basis des TinyRV-Befehlssatzes der Cornell University entwickelt. Der Prozessor wurde über die Initiative TinyTapeout in einer 130-nm-Technologie gefertigt und gemeinsam mit zahlreichen weiteren Designs dieses Tapeouts als Nutzlast in den Satelliten HUNITY der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest (BME) integriert.
Am 28. November 2025 hob HUNITY im Rahmen der Transporter-15-Mission an Bord einer SpaceX Falcon-9-Rakete vom Vandenberg Space Force Base in Kalifornien ab, zusammen mit rund 100 weiteren Satelliten. Am 11. Januar 2026 wurde die Nutzlast mit dem RISC-V-Design der JMU Würzburg erstmals aktiviert: Ein Testprogramm wurde erfolgreich auf der CPU ausgeführt und bewies damit, dass der Prozessor auch unter den extremen Bedingungen der Erdumlaufbahn in 527 km Höhe bei einer Geschwindigkeit von rund 7,6 km/s zuverlässig funktioniert.
Das gesamte Team der Universität Würzburg bedankt sich herzlich bei allen, die zum Erfolg dieses Projekts beigetragen haben, insbesondere bei Matt Venn für die Initiative TinyTapeout, bei Pat Deegan für das PCB-Design sowie bei Tibor Herman vom HUNITY-Projekt.
