Besuch von Dr. Silke Launert, Parlamentarische Staatssekretärin der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt
08.04.2026Hakan Kayal, JMU-Professor für Raumfahrttechnik, und Professor Matthias Bode, Vizepräsident für Innovation und Wissenstransfer, empfingen die Abgeordnete im IFEX-Kontrollzentrum.
Professor Kayal stellte dabei einige der dort laufenden Projekte vor:
Vor zwei Jahren startete der JMU-Kleinsatellit SONATE-2 mit einer Rakete in den Weltraum. Dort machte er Aufnahmen von der Erde und trainierte eine KI um autonom Anomalien auf der Erdoberfläche zu erkennen. Die Technologie kann perspektivisch in interplanetaren Missionen zum Einsatz kommen. Auch wenn die Mission des Satelliten schon erfüllt ist, liefert dieser noch Daten, die die Forschenden für die Hochschullehre verwenden.
Im Projekt NEALight entwickelten Raumfahrttechniker ein Konzept für zwei Kleinsatelliten, die dem erdnah vorbeiziehenden Asteroiden Apophis am 13. April 2029 im All begegnen könnten. Ziel der Machbarkeitsstudie sind Bildaufnahmen, die zu einem besseren Verständnis von Asteroiden beitragen und langfristig auch die Abwehr solcher Himmelskörper verbessern könnten.
Professor Hakan Kayal und sein Team forschen außerdem zu UAP (Unidentified Anomalous Phenomena) - ein weiter gefasster Begriff für das, was früher meist als UFO bezeichnet wurde. Die meisten Beobachtungen lassen sich auf Vögel, Flugzeuge, Satelliten, Drohnen oder atmosphärische Effekte zurückführen. Ein kleiner Teil bleibt jedoch bislang ungeklärt - und genau darin liegt das wissenschaftliche Interesse. Das IFEX entwickelt hierfür technische Systeme zur Detektion, Bewertung und Analyse solcher Ereignisse.
Im Projekt VaMEx-MarsSymphony werden Kommunikationstechnologien und Sensorsysteme für realistische Explorationsszenarien mit Blick auf zukünftige Marsmissionen in der Region Valles Marineris entwickelt und zunächst auf der Erde demonstriert. Im Rahmen des Projekts entsteht zudem eine Kamera, die später auf der Marsoberfläche eingesetzt werden könnte, um kurzzeitige Phänomene am Marshimmel - etwa Meteore, atmosphärisches Leuchten und mögliche UAP - automatisch zu detektieren.



