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Intern
    Institut für Informatik

    Wege zu mehr MINT-Absolventen

    16.04.2008

    Das Projekt "Wege zu mehr MINT-Absolventen" zielt darauf, den Mangel an Fachkräften in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu vermindern.

    Situation

    In Mathematik und Informatik ist speziell die große Kluft, die zwischen dem Schulstoff und damit den Erwartungen der Studierenden und den Anforderungen des Universitätsstudiums besteht, Grund für hohe Abbrecherzahlen schon im ersten Semester.

    Mathematik an der Universität wird naturgemäß anders unterrichtet als an der Schule. Auch die Informatikausbildung ist anders, als von vielen Studierenden erwartet. Insbesondere wird durch die notwendige abstrakte und theoretisch fundierte Darstellung der Inhalte deren Relevanz für den praktischen Einsatz oft verdeckt.

     

    Maßnahmen

    Die vorgeschlagenen Maßnahmen greifen demzufolge von zwei Seiten ein. Als erste Maßnahme soll ein Frühwarn- und Unterstützungssystem eingerichtet werden, das den Studierenden und den Lehrenden schon während des ersten Semesters Defizite offenbart und die Möglichkeit einräumt, diese baldmöglichst aufzuholen. Die zweite Maßnahme besteht in der Einbindung der Industrie , durch die die Praxisnähe der Studieninhalte (insbesondere in der Informatik) frühzeitig bewusst gemacht werden soll. Diese Maßnahmen werden mit Hilfe einer Datensammlung und einer statistischen Bearbeitung unterstützt und bewertet.

     

    Gliederung

    Teilprojekt 1: Ausbau des Mentorats

    Bereits im Jahr 2005 wurde im Institut für Informatik das so genannte Mentorat eingeführt, welches jedem Studienanfänger einen Professor als Mentor zuteilt

    Teilprojekt 2: Ergänzung durch ein Tutoriensystem

    Als Ergänzung zum herkömmlichen, vorlesungsbegleitenden Übungsbetrieb werden in Tutorien die aktuellen Inhalte der Vorlesung vertiefend behandelt.

    Teilprojekt 3: Tutorien in den Semesterferien

    Nach den neuen Studienordnungen wird es regelmäßig am Anfang des Sommersemesters eine (zweite) Klausur zu den Grundvorlesungen geben. In den Semesterferien soll ein Tutoriensystem

    eingerichtet werden, in dem qualifizierte wissenschaftliche Mitarbeiter oder Hilfskräfte  zu bestimmten Zeiten bereitstehen, um Fragen zur Vorlesung und zu den Übungsaufgaben zu beantworten.

    Teilprojekt 4: Web-Befragung zu Gründen des Studienabbruchs

    Im Idealfall können durch die laufende Befragung hochgradig Abbruch-gefährdete Studenten rechtzeitig identifiziert und präventive Maßnahmen noch zeitgerecht eingeleitet werden.

     

    Teilprojekt 5: Ausbau der Kooperation mit Unternehmen

    Schon heute werden in der Informatik regelmäßig Vorlesungen, die das Angebot erweitern, durch Lehrbeauftragte aus der Wirtschaft gehalten, die auch in der Diplomprüfung eingebracht werden können. Diese Vorlesungen soll es auch in Zukunft im Rahmen des Masterstudiums geben. Durch gezielte Ankündigung sind diese Vorlesungen den Studierenden publik zu machen. Noch wichtiger als im Masterstudium erscheint die Zusammenarbeit mit Unternehmen bereits im Bachelor-Studium.

     

    Reichweite und Nachhaltigkeit

    Das MINT-Projekt strebt eine enge Zusammenarbeit mit den Studiendekanen, Studienberatern und den Fachschaften an, die Mitarbeit der Verwaltung bei der Datensammlung unter Beachtung der Datenschutzrichtlinien ist unverzichtbar.

    Durch das MINT-Projekt wird die angestrebte Zusatzorientierung der Universität Würzburg auf den technischen Sektor unterstützt. Die neuen Studiengänge technische Informatik, Nanostrukturtechnik und Technologie der Funktionswerkstoffe sind direkt betroffen.

    Das MINT-Projekt soll auch dazu dienen Regularien und Maßnahmen zu erproben, die, wenn sie sich bewähren, später von Studiengebühren finanziert werden sollten.

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